Mel Crandall
1980 – 1986
Quarterback

Quarterback First Team 1980-1986
Meister 1980,1981,1983,1984,1986
Vize-Meister 1985


Name, Geburtstag, Wohnort, Familie

Mel Crandall, Heerlen (Holland), Ehefrau ist Karin, 2 Kinder Denise und Christopher

Von wann bis wann warst Du bei den Panthern?
Von 1980 bis 1986

Warst Du Spieler, Trainer etc und in welcher Position.

Spieler, QB, FS, Punter, Kicker, Kick returner und Punt returner.

Warum Football?

Warum American Football? Ich liebe den Sport!!!

Deine Erfolge mit den Panthern.

Meister 1980/81/83/84/86; Vize Meister 1985

Dein schönster Erfolg.

Wir gewannen die Meisterschaft von 1986, nachdem ich das Jahr davor so armselig gespielt habe.

Wer hat Dich am meisten bei den Panthern geprägt?

Es gibt eine Menge von Jungs, die mir einiges bedeuten. Auf jedenfall Markus Becker, wir waren ein gutes Team im Backfield. Steve Moor als unseren Coach. Walter Rohlfing, Norbert Pitzner, Hannes Vollenberg, Sven Liebe, die Liste ist endlos.

An welchen Moment erinnerst Du Dich in Deiner Pantherzeit am liebsten?

Als Quarterback zu spielen und das allererste Spiel in Bremerhaven zu gewinnen. Es war der erste Sieg für mich, den ich überhaupt mit den Panthern gewonnen habe.

An welchen Moment erinnerst Du Dich in Deiner Pantherzeit mit Grauen?

Das Meisterschaftsspiel 1985 in Köln zu verlieren. Ich spielte mein schlechtestes Spiel, ich warf 5 Interceptions und wir verloren 7 zu 14.

Hast Du heute noch Kontakt zu den Panthern?

Leider nein!
Anmerkung HoF-Jury: …ist schon in arbeit…

Einmal Panther immer Panther???

Das ist eine schwere Frage. Es gibt kein anderes Team, wo ich so stolz war ein Teil von zu sein. Aber ich brach die Tradition, als ich nach Köln ging. Das härteste Spiel, das ich je gespielt habe, war die Meisterschaft 1988 gegen die Panther in Berlin. Es war schwer für mich, dass die Spieler auf der anderen Seite meine Panther-Freunde waren.

Noch was?

Ich schaue immer auf die Panther-Internetseite. Die Panther werden immer das Team für mich in Deutschland sein. Ich wünsche für nächstes Jahr viel Erfolg!!

 

 

An einem Samstag mache ich mich zu einer Panther Legende auf. Die Uhr zeigt 14:40 Uhr. Eigentlich viel zu spät. Habe ich doch um 15:30 Uhr ein Treffen bei ihm in Herrlen/Holland ausgemacht. Doch der Stress an diesem Samstag war enorm und meine Uhr war nicht gerade ein Verbündeter von mir. Rummmmsss… Die Wohnungstür springt ins Schloss. Runter zum Auto, auf nach Heerlen. Soll etwa 80 Kilometer von Düsseldorf weg sein, direkt hinter der Grenze bei Aachen. „Damals habe ich auch in Heerlen gewohnt …“, hat er mir bei unserem Telefonat erzählt. Als ich im Rheinufertunnel bin, habe ich endlich Zeit zum Nachdenken. Zehn vor drei. Hoffentlich bin ich pünktlich. Die Hall of Fame hatten Markus Guderian und ich schon lange im Kopf. Dieses Jahr wollten wir es endlich in Angriff nehmen. Neben vielen anderen Namen stand er für die Panther Anfangszeit. Hat die Knochen für uns hingehalten. Dabei ist er dreimal Deutscher Meister und zweimal N.F.L. Meister geworden. Das er 1987 nach Köln zu den Red Barons gewechselt ist, ist ein anderes Thema. Ich biege auf die A46 Richtung Aachen ab. Das Wetter wird schlechter. Leichter Nieselregen, der Nebel wird stärker. Rechts und links rauschen die Bäume an mir vorbei, 400 Meter vor mir verdichtet sich die graue Suppe zu einer Nebelwand. Es kommt mir so vor, als wenn ich auf einer Zeitreise der Panther bin. Mit 140 km/h direkt in die Gründungszeiten des Footballs in Deutschland. „Damals habe ich auch in Heerlen gewohnt …“ Ja, damals. Anfang der 80’er. Dreimal die Woche nach Düsseldorf. Hin und zurück. Den gleichen Weg, den ich jetzt fahre. Fünf deutsche Meistertitel haben die Panther auch ihm zu verdanken. Meistertitel, die nicht von ungefähr kamen. Hartes Training stählten die Panther zu einer Einheit, einer Familie. Und doch konnte mir keiner eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer geben. Zwei Wochen suchten wir ihn über die Webseite. Gemeldet hatten sich „nur“ Spieler von damals, die ihn ebenfalls suchen. Ein Hinweis aus Darmstadt, wo er 2000 gecoacht hatte, brachte uns auf die Fährte. In Holland solle er wohnen, aber wo, wussten die Darmstädter auch nicht. Nächtliche Internet Streifzüge durch das holländische Telefonbuch brachte den gewünschten Erfolg. Mist! 15:30 Uhr. Ich bin zu spät. Fahre gerade über die Grenze, von hier aus sollen es nur noch 7 Kilometer sein. Beim Telefonat machte ich direkt ein Treffen bei ihm aus. 11. Dezember. 15:30 Uhr. Die Beschreibung, die er mir gemailt hat, ist perfekt. Den Parkplatz vor seinem Haus hat er mir bestimmt freigehalten. Nummer 46 hier ist es. Kein Namensschild. Ich klingel. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 15:38 Uhr. Es öffnet mir ein kräftiger Mann. „Hallo, mein Name ist Marco Block“. „Hallo Marco, und ich bin Mel Crandall“.

– Marco Block –